Fassade dämmen mit EPS: das beste Preis-Dämm-Verhältnis unter den Baumit Dämmsystemen
Fassadendämmung mit EPS - auch bekannt als Styropor oder expandiertes Polystyrol - ist das am häufigsten eingesetzte Wärmedämmverbundsystem in Deutschland und in vielen anderen Ländern. Das Baumit Wärmedämmverbundsystem EPS lässt sich mit seinen Hauptkomponenten gut verarbeiten.
Fassadendämmplatten aus EPS gibt es in verschiedenen Wärmeleitfähigkeiten – bei Baumit von 0,034 bis 0,031 W/(m·K). Damit gehört EPS zu den leistungsfähigsten Dämmplatten für die Fassade. Nur Spezialplatten aus Resol- oder PU-Hartschaum dämmen bei gleicher Dicke noch besser; sie kosten allerdings ein Vielfaches mehr und werden deshalb meist nur dort eingesetzt, wo es bei der Fassadendämmung wirklich um jeden Millimeter geht.
Für dich heißt das: Bei gleicher Dämmwirkung kommst du mit einer dünneren Platte aus. Das kann den Ausschlag geben, wenn der Dachüberstand begrenzt ist und die Dämmung nicht darüber hinausragen soll – oder wenn du vermeiden willst, dass kleine Fenster durch tiefe Laibungen wie Schießscharten wirken.
Die EPS-Dämmplatten werden je nach Untergrund mit einem mineralischen Klebespachtel wie dem Baumit Klebespachtel ALLROUND auf Ziegelmauerwerk oder Beton geklebt. Ein tragfähiger Altputz kann dabei auf dem Mauerwerk bleiben. Wie du prüfst, ob dein Untergrund tragfähig ist, erfährst du im Artikel zur Untergrundvorbereitung. Auch freigegebene Holzspanplatten sind als Untergrund geeignet. Hier brauchst du allerdings einen speziellen Kleber – zum Beispiel den Baumit Holzcontact Dispersionskleber – und passende Dübel.
Das EPS-System ist damit die richtige Wahl, wenn dir ein sehr gutes Verhältnis von Preis und Dämmwirkung wichtig ist.
EPS Wärmedämmverbundsystem: Vorteile im Überblick
- Günstig dämmen: EPS bietet ein sehr gutes Verhältnis von Preis und Dämmwirkung. Deshalb ist es das meistgenutzte Dämmsystem in Deutschland.
- Leichte Verarbeitung im Vergleich zur Dämmung mit Mineralwolle
- Praxisbewährt seit über 40 Jahren
Effektive Dämmung mit EPS Dämmplatten (Styropor)
Beim EPS-System werden Fassadendämmplatten aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesetzt. Im Vergleich zu üblichem Baustyropor sind sie deutlich maßhaltiger: Das Material wird zunächst in großen Blöcken hergestellt und eingelagert. Erst wenn die übliche Schwindung des EPS abgeschlossen und der Dämmstoff vollständig durchgetrocknet ist, werden die Blöcke zu Platten geschnitten. Das endgültige Maß entsteht also nach dem Schwindprozess, nicht davor. Somit bleibt die fertige Platte formstabil und schwindungsfrei.
Entscheidend für die Dämmwirkung ist die Wärmeleitfähigkeit λ (Lambda). Am Markt sind EPS-Fassadendämmplatten mit Werten von 0,040 bis 0,031 W/(m·K) erhältlich; Baumit bietet den Bereich von 0,034 bis 0,031 W/(m·K) an. Je kleiner der Wert, desto besser dämmt die Platte bei gleicher Dicke.
In den Produktdaten werden die Wasserdampfdiffusionswiderstände (μ-Wert) immer mit 2 Werten angegeben. Bei üblichen EPS-Fassadendämmplatten liegt der Wert häufig bei 20/50. Dies ist notwendig, da bei bauphysikalischen Berechnungen immer der feuchtetechnisch ungünstigste Fall betrachtet werden muss.
Für die Berechnung einer Außendämmung bzw. Fassadendämmung wird der höhere Wert herangezogen. Er berücksichtigt in der Berechnung, dass im Schadensfall eindringende Feuchtigkeit schlechter nach außen abtrocknet. Bei der Berechnung darf es im Laufe der Jahre nicht zu einer stetigen Feuchteansammlung in der Konstruktion kommen. Multipliziert man den μ-Wert mit der eingesetzten Dämmstoffdicke (in Meter), ergibt sich der sd-Wert. Bei 12 cm (0,12 m) Dämmstoffdicke ergibt sich ein sd-Wert von 2,4 bis 6 m.
Dampfdiffusionsoffenheit: sd-Werte im Vergleich zu Ziegelwänden
Was bedeuten die Angaben der sd-Werte?
Die sd-Werte werden nach DIN 4108-3 wie folgt nach Grad der Dichtheit eingeordnet:
- diffusionsoffen
-
sd-Wert ≤ 0,5 m
- diffusionsbremsend
-
0,5 m < sd-Wert ≤ 10 m
- diffusionshemmend
-
10 m < sd-Wert ≤ 100 m
- diffusionssperrend
-
100 m < sd-Wert ≤ 1.500 m
- diffusionsdicht
-
sd-Wert > 1.500 m
Wie durchlässig ist die EPS-Dämmplatte im Vergleich zum typischen Mauerwerk?
Je nach Dämmstoffdicke liegt eine übliche EPS-Dämmplatte auf demselben Niveau wie typisches Ziegelmauerwerk. Beide fallen nach DIN 4108-3 in den Bereich „diffusionsbremsend“ und sind weit von den Kategorien „diffusionshemmend“ oder „diffusionssperrend“ entfernt.
Baumit Tipp
Wünschst du dir eine diffusionsoffenere Dämmfassade, empfehlen wir dir eine Fassadendämmung mit Mineralwolle, mit Holzfaserdämmplatten oder mit der Baumit EPS-open-Dämmplatte. Zu allen drei Systemen findest du eigene Artikel auf dieser Website.
Baumit EPS-Dämmplatte: die Kernkomponente unseres Systems
Die von uns angebotenen EPS-Dämmplatten haben ein Format von 50 x 100 cm. Je nach Produkt sind sie in Dicken von 2 bis 30 cm erhältlich. Auf der Fassadenfläche beträgt die Mindestdicke 4 cm. In der Laibung kommen dünnere Platten von 2 bis 4 cm zum Einsatz, damit Fenster und Türen nicht zu stark eingeengt werden.
Die Platten gibt es mit glatten (stumpfen) Kanten oder mit Nut und Feder. Die Nut-und-Feder-Platte empfehlen wir dir für die Fassadenfläche. Die Steckverbindung führt die Platten beim Verkleben automatisch bündig zusammen – Versprünge zwischen den Platten entstehen gar nicht erst, und du sparst dir das spätere Abschleifen der Oberfläche. Das ist gerade bei größeren Flächen ein spürbarer Zeitgewinn. Ein weiterer Vorteil: Die Nut-und-Feder-Platte lässt sich auch mit dem Baumit easytop Klebeschaum verarbeiten. Wie dieses System funktioniert und welche Vorteile es bietet, erfährst du im Artikel zum Baumit easytop-System.
Bei stumpfen Kanten lassen sich die Restzuschnitte an der Fassade flexibel weiterverwenden. Unebenheiten zwischen den Platten kannst du hier nach dem Verkleben mit einem Schleifgerät begradigen.
- EPS-Dämmplatte aus expandiertem Polystyrol
- Formbeständig und schwundfrei
- Für den Einsatz im Baumit EPS-Wärmedämm-Verbundsystem an der Fassade
- Auch für die Kellerdeckendämmung geeignet
- Hervorragende Dämmeigenschaften
Brandschutz im Wärmedämmverbundsystem EPS: Sicherheit an erster Stelle
Bei Gebäuden mit einer Höhe von maximal 7 m von Geländeoberkante bis zur Höhe den Fußboden des höchstgelegenen Geschosses mit Aufenthaltsräumen (Gebäudeklasse GK 1 - 3), werden laut der aktuellen Musterbauordnung und den Landesbauordnungen (berücksichtigt bis 12/2020) keine erhöhten Anforderungen an den Brandschutz gestellt (normal entflammbar). Das bedeutet: du kannst das Wärmedämmverbundsystem EPS ohne weitere Maßnahmen verbauen.
Baumit Tipp
Baumit Empfehlung: Einbau eines Brandriegels
Auch wenn das Baumit EPS-Dämmsystem laut der aktuellen Musterbauordnung und den Landesbauordnungen ohne weitere Maßnahmen verbaut werden kann, empfehlen wir dir auch bei diesen Gebäudetypen schwer entflammbare Systeme. Das kannst du einfach durch den Einbau des Brandriegels erreichen.
Bei höheren Gebäuden (Gebäudeklassen GK 4 - 5) sind schwer entflammbare bzw. nicht brennbare Dämmsysteme vorgeschrieben.
Trotzdem können aber auch erweiterte Brandschutzmaßnahmen von den Bauordnungen vorgegeben sein. Zum Beispiel bei Doppel- oder Reihenhäuser ist häufig der Abschluss einer Brandwand vorgeschrieben. Schau doch einfach mal in deinem alten Bauantrag nach: Oft finden sich hier entsprechende Vorgaben.
Kann der Schallschutz verbessert werden?
Eine übliche EPS-Dämmplatte kann den Schallschutz einer Fassade nicht verbessern. Eine leichte Verbesserung ist nur mit speziellen, elastifizierten Polystyrol-Dämmplatten möglich.
Wie schlagfest ist die Fassadendämmung mit dem Baumit EPS-System?
Der Standardaufbau des EPS-Systems besteht aus einer Armierungsspachtelung mit mineralischem Klebespachtel (4 mm), Gewebeeinlage und einem mineralischen Dekorputz (2 bis 3 mm). Damit ist die Fassade für Wohngebäude auf privaten Grundstücken ausgelegt.
Fassadendämmungen sind auf keinen Fall als Prallwand geeignet. Wenn spielende Kinder ihre Fahrräder gegen die Fassade werfen, kann die Oberfläche beschädigt werden.
Über die Witterungsbeständigkeit kann die Schlagfestigkeit nur bedingt etwas aussagen. Wie lange eine Fassade schön bleibt, hängt neben dem eingesetzten Material und der Pflege, vor allem vom Standort ab: Ein Haus an der Nordseeküste ist ganz anderen Belastungen ausgesetzt als ein Haus in geschützter Ortskernlage oder an einer vielbefahrenen Straße. Wie jede Putzfassade nutzt sich auch eine Dämmfassade mit den Jahren ab und braucht irgendwann eine Auffrischung.
Du kannst die Stoßfestigkeit gezielt erhöhen
Bringe eine zusätzliche Armierungslage von 4 mm Dicke auf und bette darin das Baumit Strongtex Panzergewebe ein. Diese Lage wird zuerst auf die Dämmplatte aufgetragen. Nach dem vollständigen Austrocknen folgt die zweite Armierungslage mit 4 mm Dicke und dem Armierungsgewebe.
Als Alternative kannst du auch den verarbeitungsfertigen Baumit Powerflex Armierungsspachtel einsetzen. Schon eine einfache Lage erreicht nahezu die Schlagfestigkeit, die sonst eine doppelte Armierungsspachtelung mit herkömmlichem mineralischem Klebespachtel erfordert – du sparst dir also einen kompletten Arbeitsgang samt Trocknungszeit.
In doppelter Lage erreicht der Powerflex Armierungsspachtel im Prüfverfahren mit weichem Stoß (3-kg-Prüfkörper, Ø 100 mm) eine Schlagfestigkeit von über 100 Joule und erfüllt damit die Nutzungskategorie I – die höchste Anforderungsstufe, vorgesehen für öffentlich zugängliche Bereiche in Bodennähe.
Diese Variante kommt deshalb vor allem dort zum Einsatz, wo die Fassade stärker beansprucht wird: an stark befahrenen Straßen, an viel genutzten Gehwegen oder in Innenhöfen.
Verarbeitung des EPS-Systems: Praktische Tipps für eine reibungslose Umsetzung
Die EPS-Dämmplatten kannst du mit einer Handsäge (Fuchsschwanz) o.ä. zuschneiden. Jedoch lohnt sich bereits bei kleineren Arbeiten der Einsatz eines Styroporschneidegeräts mit Heißdraht. Mit diesem Werkzeug sind sehr exakte Schnitte möglich, ohne herumfliegende Styroporkügelchen. Damit bleibt deine Baustelle auf jeden Fall sauber und ermöglicht einen schnellen Baufortschritt. Einfache Einsteigergeräte gibt es bereits ab 250 bis 350 Euro. Professionelle Geräte mit mehr Funktionen sind ab ca. 1.000 Euro erhältlich. Beim örtlichen Baumaschinenverleih hast du bestimmt auch die Möglichkeit, dir solch ein Gerät auszuleihen.
Zum Anrühren des Klebe- und Armierungsmörtels Klebespachtel ALLROUND benötigst du ein elektrisches Rührwerk mit üblicher Baustellenleistung, wie zum Beispiel Collomix Xo04.
Damit du auf deiner Baustelle (Einfamilienhaus ab 100 m² Fassadenfläche) einen sichtbaren Baufortschritt erlangst, solltest du mit mindestens 2 bis 3 Arbeitskräften rechnen.
Graue EPS-Dämmplatten können sich bei intensiver, direkter Sonneneinstrahlung sehr stark aufheizen. Das kann im schlimmsten Fall bei der Verarbeitung der Dämmplatten oder direkt nach dem Verkleben der Platten zu erheblichen Problemen führen. Achte daher an heißen Sommertagen auf einen ausreichenden Sonnenschutz mit beispielsweise einer Gerüstplane aus Mesh-Gewebe.
Da diese Probleme vor allem im Sommer bekannt sind, gibt es spezielle EPS-Fassadendämmplatten mit einer weißen Deckplatte. Die Baumit EPS-Dämmplatte Therm Plus 032 ist daher eine empfehlenswerte Dämmplatte für Arbeiten unter intensiver Sonneneinstrahlung von Frühjahr bis Herbst.
Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade: Ideen und Tipps
Strukturputze mit einer Körnung von 2 bis 6 mm sind auf EPS-Dämmsystemen einsetzbar. Wenn eine feinere Körnung verwendet wird, besteht die Gefahr, dass sich Risse bilden. Daher raten wir von feineren Strukurputzen ab.
Mineralische Strukturputze, wie zum Beispiel der Baumit Scheibenputz, Münchner Rauputz oder Edelweiß Structo, oder verarbeitungsfertige Oberputze, wie der Baumit Silikatputz oder der Baumit Silikonharzputz, eignen sich bestens.
Du möchtest eine farbige Fassade? Kein Problem.
Grundsätzlich kannst du alle Farbtöne aus dem Farbsystem Baumit Life auf dem Baumit EPS-Dämmsystem einsetzen. Wichtig ist, dass der Hellbezugswert des Farbtons größer als 20 ist. Falls dein Wunschfarbton kleineren Wert hat, kann der Farbton trotzdem eingesetzt werden, sofern der TSR-Wert nicht kleiner als 21 ist. Dafür sind dann aber zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Hier wird eine doppelte Armierungslage, die in zwei Arbeitsschritten aufgebracht wird, notwendig sein.
Die Hellbezugswerte (HBW) und TSR-Werte findest du in der Farbpalette Baumit Life oder in den Baumit Farbfächern.
Baumit Tipp
Wähle aus der umfangreichen Farbpalette Baumit Life mit über 1.000 Farbtönen deine Lieblingsfarbe.
Zur farbgetreuen Auswahl ist der Baumit Life Farbfächer optimal. Du erhälst ihn im HORNBACH-Markt an der Baustoff-Info. Alternativ kannst du ihn auch im HORNBACH Online-Shop ausleihen. Du brauchst eine Beratung zum Farbton? Wir helfen dir gerne weiter.
Was kostet eine Fassadendämmung mit EPS?
Du hast dich für das EPS Wärmedämmverbundsystem entschieden. Um eine Fassade zu dämmen, sind jedoch einige Komponenten notwendig. Daher hängen die Kosten einer kompletten Fassadendämmung sehr stark von den benötigten Komponenten ab.
- Muss die Fassade zusätzlich verdübelt werden?
- Welchen Oberputz möchtest du einsetzen?
- Soll die Fassade klassisch weiß oder farbig sein?
- Welches Bindemittel wird für den Oberputz benötigt?
- Wie viele Fenster und Türen müssen schlagregenhemmend eingebaut werden?
- Soll der Sockel gedämmt werden?
- Sind noch weitere Brandschutzmaßnahmen erforderlich?
Auf Basis deiner Wünsche, Anforderungen und den baulichen Gegebenheiten müssen all diese Komponenten passend zusammengestellt werden. Daher ist es sinnvoll, die Angebotserstellung immer gemeinsam mit einem Fachmann zu machen. Wir von Baumit können dir dabei helfen.
Die unverbindliche Preisempfehlung für die Grundkomponenten des EPS-Systems bei einer Fassade mit 100 m2 Fläche beginnt ab 21,34 Euro pro Quadratmeter (Stand 08/2026).
Die Grundkomponenten sind:
- Klebepachtel ALLROUND (Kleben und Armieren)
- EPS-Dämmplatte (z. B. 10 cm Dicke, WLG 034, stumpf)
- Armierungsgewebe
- Putzgrundierung
- Dekorputz (z. B. Scheibenputz, 2 mm, weiß)
Hinzu kommen noch Zubehörteile wie Fensteranschlussleisten, Fugendichtband, Gewebeeckwinkel, Dichtbänder, Dübel oder Fassadenfarbe.